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Europäisches Parlament: Verbot des Transports von Tieren in Länder außerhalb der EU

Europäische Tiere dürfen nicht mehr in Länder außerhalb der EU transportiert werden, wenn nicht garantiert werden kann, dass sie dort gut behandelt werden. Dafür stimmte letzte Woche eine Mehrheit des Europäischen Parlaments (EP). Des weiteren will das EP den Transport lebender Tiere – der heute noch Tage oder Wochen dauern darf – verkürzen lassen. Das Parlament spricht dabei von einer maximalen Transportdauer von 8 Stunden. Dazu soll strenger kontrollieren werden, ob allen EU–Regeln auch nachgekommen wird. Die Vorschläge des Parlaments, die unter anderem durch Initiative der Partei für die Tiere zustande gekommen sind, haben ihren Ursprung in den ernsthaften und strukturellen Missständen bei Tiertransporten in und aus Europa.

Aktion gegen Tiertransporte im Europäischen Parlament in Straßburg. Ausgeführt von der niederländischen Partei für die Tiere und ihren Schwesterparteien aus zehn europäischen Ländern.

Europaparlamentarierin der Partei für die Tiere Anja Hazekamp hat hart dafür gekämpft, dass Tiertransporte gestoppt werden und ist froh, dass sich das Europäische Parlament jetzt eindeutig für kürzere Tiertransporte und gegen Transporte von Tieren in weit entfernte Länder ausspricht.

Hazekamp reiste letzten Sommer nach Kroatien und Slowenien um Tiertransporte in sogenannte „Drittländer“ zu kontrollieren und konstatierte die zahlreichen Missstände mit eigenen Augen: „Transporte, bei denen Tiere in Länder außerhalb der EU verfrachtet werden, sind die längsten und die grausamsten. Nachdem die Tiere tagelang in Europa unterwegs waren, werden sie oft, brutal und bei extremer Hitze, auf Schiffe, mit Zielen weit außerhalb der EU, verfrachtet. Wurden die EU–Grenzen einmal überschritten, gibt es keinerlei Kontrolle mehr über das Wohlergehen der Tiere. Was da passiert ist die reinste Tierquälerei.“

Die Europaparlamentarierin weist darauf hin, dass diese unkontrollierten Tiertransporte im Konflikt mit einer Aussage des EU–Gerichtshofs stehen. „Der Europäische Gerichtshof hat festgelegt, dass Tiere während ihrer gesamten Reise, nach Europäischen Recht, geschützt werden müssen. Das ist allerdings unmöglich zu garantieren. Ein Totalverbot von Tiertransporten in Länder außerhalb der EU ist darum von höchster Notwendigkeit.“

Auch innerhalb der EU selbst läuft bei Tiertransporten alles mögliche schief. Tierschutzorganisationen lieferten seit 2007 zweihundert detaillierte Berichte an die Europäische Kommission. Darin steht, wie Tiere in total überfüllte LKWs geladen werden, oft können sie nicht einmal aufrecht stehen und werden bei extremen Temperaturen gefahren. Die Berichte beinhalten außerdem Beweise von Transporten kranker und verwundeter Tieren und unzureichender Wasserversorgung.

Das Europäische Parlament will, dass Transporteure, die den Regeln nicht nachkommen, härter und konsequenter bestraft werden, zum Beispiel mit in Beschlagnahmen von Fahrzeugen. „Das sind hoffnungsvolle Vorschläge. Jetzt ist es von größter Wichtigkeit, dass die Tiertransporte dann auch tatsächlich angepackt werden und nicht nur auf dem Papier,“ so Hazekamp.

Demonstrieren im EP

Im Vorfeld auf die Abstimmungen über die Tiertransporte organisierte die Partei für die Tiere einige Aktionen auf dem Vorplatz des EP in Straßburg. Dabei waren Parteien für die Tiere aus zehn verschiedenen EU–Ländern anwesend. Die Vertreter dieser Parteien gaben auch alle eine Rede, in der sie Europaparlamentarier dazu aufriefen ihre Stimme im EP dazu einzusetzen, den Tieren zu helfen.

So sprach Vanessa Hudson, die Vorsitzende der Animal Welfare Party aus dem Vereinigten Königreich, ihr Unverständnis aus über die Tatsache, dass Europaparlamentarier überhaupt noch überzeugt werden müssten um gegen Tiertransporte zu stimmen.

„Eine Schande, dass Leute wie wir aus ganz Europa anreisen müssen, um hier zu stehen um Europaparlamentarier davon zu überzeugen, dass es nicht akzeptabel ist von Tieren als Frachtgut zu denken. Es ist nicht zu akzeptieren, dass Babys – nur zwei Wochen alt, noch nicht entwöhnt, unfähig ihre eigene Körpertemperatur zu regulieren – auf LKWs verfrachtet werden, und fahrten von, in einigen Fällen, bis zu 70 Stunden ertragen müssen. Es ist ein großer Fleck auf der Weste unseres Gewissens, dass solche Aktivitäten, unter unser Aufsicht, geschehen konnten. Und keine Frage, die Geschichte wird hart über uns urteilen, weil wir das zugelassen haben. Aber was für eine Möglichkeit bietet sich heute. Die Möglichkeit zu sagen: genug ist genug. Zeit moralische Führungsqualitäten zu zeigen. Zeit diese Ungerechtigkeit zu beenden. Zeit für ein Ende der Tiertransporte.“