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Niederländische Partei für die Tiere erhebt Anzeige wegen weggeworfenen Luftballons

Christine Teunissen, niederländisches Mitglied des Abgeordnetenhauses für die Partei für die Tiere, hat den Fraktionschef der niederländischen liberalen Regierungspartei (VVD), Klaas Dijkhoff, angeklagt, weil 500 Luftballons, Bänder und Wunschkarten in die Natur geworfen wurden. Die Luftballons hat man letzte Woche, während des VVD–Kongresses, aufsteigen lassen. „Helium Luftballons sind schädlicher Abfall. Außerdem war die Aktion Promotion und ist das hinterlassen von Promotionsmaterial eine Umweltsünde. Die Partei für die Tiere will darum einen Testprozess beginnen“, erklärt Teunissen.

Der Luftballon ist einer der am häufigsten vorkommenden Arten des Abfalls auf Stränden. Ballons landen manchmal in Naturgebieten weit über die Landesgrenzen hinaus, oder im Meer, wo sie an der Plastiksuppe beitragen und in die Nahrungsmittelkette eindringen können. Vögel und Meerestiere können sich in den Bändern verheddern, oder sterben, weil sie die Ballonreste aufessen. Die niederländische Partei für die Tiere bittet die Politik, dieser Sache Aufmerksamkeit zu schenken. Initiativen wie Ballons Blow, Don‘t Let them Go zeigen außerdem, dass es tier– und umweltfreundliche Alternativen für Luftballons gibt.

Sogenannte biologisch abbaubare Luftballons sind jedoch nicht die Lösung: diese können nur unter bestimmten Bedingungen in der Natur abgebaut werden, was außerdem Jahre dauert. Die VVD hatte keinen Blick auf all diese schädlichen Folgen. Teunissen: „Dijkhoff schaut seinen Luftballons nach und hat dann keine Ahnung welches Leid er damit verursacht. Typisch für das kurzfristige Denken der VVD. Ein Politiker, der keine Gelegenheit ungenutzt lässt zu sagen „den eigenen Abfall wegräumen“, gibt mit dieser Aktion das falsche Vorbild.“


Ein Gemeinderatsmitglied der niederländischen Liberalen VVD isst einen Luftballon

Die liberalen Politiker der VVD scheinen das Steigenlassen von Luftballons wohl besonders wertzuschätzen. So aß ein Gemeinderatsmitglied der Partei in 2015 einen Luftballon, während einer Diskussion über ein mögliches Verbot, um „zu zeigen“, dass Luftballons ungefährlich für Tiere seien.

Testprozess

Laut, unter anderem, des niederländischen Umweltschutzgesetzes, ist es Verboten Abfall bewusst in der Umwelt zu hinterlassen. Auch das Hinterlassen von Promotionsmaterialien im öffentlichen Raum ist eine Umweltsünde. Und doch werden Luftballons in der Gesetzgebung selten als Abfall betrachtet. Die Partei für die Tiere findet das krumm.

Teunissen: „Wenn jemand eine Dose auf die Straße schmeißt und auf frischer Tat ertappt wird, muss er ein Bußgeld von 400€ zahlen. Aber 500 Luftballons mit Bändern und Wunschkarten dran, in der Natur verstreuen, und eine Strafe bleibt aus. Höchste Zeit, dass eindeutig wird, dass Luftballonmaterial schlicht und einfach gefährlich ist.“