Solliciteren bij de Partij voor de Dieren banner

Weltlog Esther Ouwehand 27. November 2018

  • pflanzliche Nahrung wird zum neuen Standard -
  • wachsende internationale Bewegung für Tierrechte -
  • Wahlen in den Niederlanden Australien und Spanien -
  • Widerstand gegen die zerstörerische Viehwirtschaft -

Die internationale Tierrechtsbewegung ist in eine Durchbruchsphase eingetreten. Überall erheben sich immer mehr Menschen gegen die Ungerechtigkeit gegenüber den Tieren und unserer Erde. Diese Bewegung erfährt auch immer mehr mediale Aufmerksamkeit. Ich habe kürzlich mit einem Journalisten der Financial Times über die Notwendigkeit, einer, auf Mitleid basierenden Politik gesprochen. Erinnern Sie sich noch daran, dass ich in meinem vorherigen Weltlog meine Bewunderung über tierfreundliche Politiker und örtliche Tierschützer in Moldawien, dem ärmsten Land Europas, zum Ausdruck gebracht habe? Diese Superhelden scheinen nun mehr und mehr Aufmerksamkeit von den moldauischen nationalen Medien zu erhalten, in denen sie die Möglichkeit haben, die Menschen über die Schrecken in der Viehwirtschaft aufzuklären und ihnen zu sagen, wie etwas anders gemacht werden kann. Es gibt mir Hoffnung, dass jede Woche die Anzahl der Menschen auf der ganzen Welt wächst, die für die Tiere auf der Straße gehen und so das Bewusstsein verbreiten. Sogar in den ärmsten Ländern. Denn diese Leute wissen: Mitleid kostet keinen Cent.


Ukrainer gegen die Viehzucht

Auch in der Ukraine gibt es Widerstand gegen die destruktive Viehwirtschaft. Immer mehr Bürger bekommen Gesundheitsprobleme und sehen, dass ihre Umwelt durch die immer zahlreicheren riesigen Ställe, in denen Tausende von Tieren unter schrecklichen Bedingungen gehalten werden, zerstört wird. Während unserer internationalen Konferenze in Den Haag diesen Sommer informierten uns Natur- und Umweltschützer der ukrainischen Organisation Ecoaction über die schrecklichen Folgen des Wachstums der Viehwirtschaft in ihrem Land. Gleichzeitig erzählten sie eine ermutigende Geschichte darüber, wie sie und ihre Einwohner alles tun, um diese zerstörerische Industrie abzuwehren. Der Guardian hat einen interessanten Artikel darüber geschrieben.


Umweltverschmutzung durch die Viehwirtschaft in der Ukraine

Leider müssen diese ukrainischen Bürger und Umweltschützer auch gegen internationale Finanzinstitutionen und gegen die Entwicklungs- und Handelspolitik der Europäischen Union (EU) antreten. Im Moment gibt es nämlich viel Entwicklungsgeld und Zuschüsse von westlichen Unternehmen für Megaställe in der Ukraine. Die Partei für die Tiere hat die niederländische Rolle bei diesen falschen Investitionen im Bundestag bereits diskutiert.Vor 2 Jahren warnten wir auch davor, dass das umstrittene Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine viel Elend bringen würde: nicht nur für Tiere, Natur und Umwelt, sondern auch für viele Menschen in der Ukraine. Die niederländische Bevölkerung stimmte gegen den Vertrag, aber die niederländische Regierung steckte erneut den Kopf in den Sand und öffnete die Türen für Viehunternehmen, die nicht einmal die bereits schwachen europäischen Standards erfüllen. Wer profitiert davon in der Ukraine? Vor allem eine Handvoll wohlhabender Ukrainer und Viehzuchtbetriebe, während die Bevölkerung die sozialen Kosten tragen muss. Inakzeptabel!

In Großbritannien essen mittlerweile so viele Menschen kein Fleisch und Milchprodukte mehr, dass es zu wenige Köche gibt, um die neue Nachfrage nach pflanzlichen Produkten zu decken. Wir haben im Bundestag eine Reihe von Anträgen für mehr vega (n) in den niederländischen Kochkursen eingereicht, so dass die Kurse mehr zu den Marktanforderungen passen.

Wir haben diesen Monat auch einen Durchbruch erzielt: Dank unseres Aufrufs für mehr pflanzliche Lebensmittel in unseren Regierungsbehörden hat sich das niederländische Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft für vegetarisch als Norm entschieden. Ab jetzt wird im Ministerium nur noch vegetarisch oder vegan serviert. Fleisch wird nur serviert, wenn die Leute ausdrücklich danach fragen. Auf zu einer nachhaltigen, tierfreundlichen Esskultur!

Selbst der berühmteste Wursthersteller der Niederlande ist inzwischen überzeugt, dass die (nahe) Zukunft pflanzlich ist. Dieser traditionsreiche Fleischkonzern kam in diesem Monat mit vier neuen Produkten und dann auch direkt erfolgreich: Die Produkte sind zu 100% pflanzlich und palmölfreij. Sehr schön für die Tiere, die Umwelt und letztendlich für uns alle.


Partei für die Tiere-Team feiert in Groningen Gewinn bei den Kommunalwahlen

Endlich fantastische Wahlnachrichten: Die Partei für die Tiere hat sich letzte Woche in der niederländischen Stadt Groningen verdreifacht! Es ist unglaublich wichtig, dass wir den Tieren und unserem Planeten sowohl international als auch lokal eine starke Stimme verleihen können. Zum Beispiel hat unsere Stadtratsfraktion von Alkmaar dies kürzlich wieder bewiesen: sie haben diesen Monat dafür gesorgt, dass die tierärztlichen Versorgungskosten von streunenden Tieren jetzt von der Gemeinde erstattet werden. International kämpfen wir weiter, weil Tierrechte, Natur und Umwelt keine Grenzen haben.

Am 2. Dezember nimmt unsere spanische Schwesterpartei PACMA an den Regionalwahlen in Andalusien teil. 6,5 Millionen Einwohner können dann für eine bessere Zukunft von unserem Planeten stimmen. Viel Glück, Team PACMA!

Herzlichen Gruß!

 

Ihre Esther Ouwehand

Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Partei für die Tiere